Glossar

CE- und IEC-Konformität

CE
Die Europäische Gemeinschaft (Communauté Européenne) hat umfassende Richtlinien zur Produktsicherheit und Umwelt-verträglichkeit erlassen. Dieses Regelwerk wird ständig erweitert und dient, umgesetzt in die jeweilige nationale Gesetzgebung (in Deutschland: ElektroGG = Elektrogerätegesetz), der sicheren Verwendung der Produkte durch den Anwender und ggf. der gesicherten Entsorgung nach Ende der Gebrauchsdauer der Geräte. Mit dem CE-Zeichen auf dem Produkt wird vom Hersteller bestätigt, dass das entsprechende Produkt diesen Richtlinien entspricht. IEC
ist die „International Electrotechnical Commission“. Sie legt international Standards für elektrische und elektronische Produkte und Bauteile fest. Über EU-Vereinbarungen und letztlich nationale Normung und Gesetzgebung werden diese Empfehlungen verbindlich. Ein Beispiel für IEC- und CE-Konformität:
Lautsprecheranschlussklemmen an Audiogeräten, und zwar an Lautsprechern generell und an Verstärkern, sofern nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie eine Leistung bringen, die mehr als 34,5 Volt an den Lautsprecherklemmen erzeugt, müssen berührungssicher sein. Konsequenterweise bietet WBT eine immer größer werdende Palette von vollisolierten Polklemmen an. Beim neuesten Produkt, der nextgen Klemme WBT-0710, ist es sogar gelungen, die Isolierung geschickt unter Metallglanz zu verstecken. Auch Lautsprecherstecker dürfen schon seit geraumer Zeit „im eingestöpselten Zustand“ keine mit den Leitern verbundenen blanken Metallflächen mehr zeigen. (s. Safety Pin Banane WBT-0645 und die Sandwich Spades WBT-0680/-0660, wobei der Safety Pin zwar dem aus der CE-Konformität abgeleiteten Verbot eines Standard-Bananesteckers gerecht wird, der Berührungsschutz aber mit der Vollisolierung gewährleistet wird). Das Problem, dass Lautsprecher-Verstärkerverbindungen mit Kabeln bewerkstelligt werden, die an beiden Enden Stecker oder steckerähnliche Anschlüsse aufweisen, ist nach wie vor ein Sicherheitsproblem, wenn Lautsprecherleistungen von mehr als 150 Watt 'gestöpselt’ werden.

Crimpanschlusstechnik / Crimpen

Die Crimpanschlusstechnik wurde für den Einsatz von Schraubverbindungen für Litzen entwickelt. Litzen sind Kabel, deren Leiter nicht aus einem dicken Einzeldraht bestehen, sondern aus einer größeren Anzahl dünner Drähte zusammengesetzt ist. Diese dünnen Drähte können bei Schraubverbindungen leicht abbrechen. Außerdem weichen sie der Schraube aus. Eine stabile und zuverlässige Verbindung ist so nicht möglich. Beim Crimpen wird über das abisolierte Ende der Litze eine passende Aderendhülse geschoben. Diese Hülse wird dann mit einer Crimpzange zusammengepresst. Unter dem Pressdruck dieser Zange fließen die Oberflächengrenzen der Materialien zusammen, so dass ein homogener Kupferstab entsteht. Dieses Anschlussstück wird nun entweder mit einer Madenschraube in einem Crimpstecker verschraubt oder in einer Klemme befestigt. Neben normalen Aderendhülsen bietet WBT auch Aderendhülsen mit angespritzten Kunststoffkragen an. Bei Einsatz der letzteren werden die Hülsen so weit über den abisolierten Bereich geschoben, dass der Kragen über die Kabelisolierung reicht. Dadurch wird der knickempfindliche Bereich zwischen Kabelhülse und Kabelisolierung beim Biegen der Kabel geschützt. Dies ist besonders dann wichtig, wenn das Kabel häufig bewegt wird. Crimpen ist dem Löten als Anschlusstechnik von Litzenenden weit überlegen, insbesondere, wenn Kabel mit dickerem Leiter-querschnitt angelötet werden sollen. Hier besteht die Gefahr, dass eine ‚kalte’ Lötstelle entsteht. Das heißt: unter dem erkalteten Lötzinn hat sich eine 'Luftblase' gebildet, und diese hält die Lötstelle immer chemisch aktiv, d. h. der Oberflächenkorrosion zugänglich. Der entscheidende Vorteil des Crimpens ist aber auch, dass weder Lötmaterial (Flussmittel und Lötzinn) noch Hitze zum Einsatz kommen. Lötzinn ist immer eine Mischung u. a. aus Zinn, dem (meist aggressiven) Flussmittel und einem geringen Anteil an Silber. Die Lötstelle ist also leittechnisch gesehen immer eine Schwachstelle. Hitze setzt nicht nur den Leiter- und Isoliermaterialien zu sondern ist auch im Stande, Gase aus dem PVC der Kabelmäntel herauszulösen, die sich auf die Kontaktstelle setzen und sie ebenfalls chemisch aktiv halten können. Beim Crimpen hingegen kommen all diese Störenfriede gar nicht erst zum Zuge. Die eingesetzten Aderendhülsen (von WBT) sind aus Reinkupfer (Cu) wenn nicht gar aus Feinsilber (Ag) und stehen der Leitfähigkeit des Kabels in nichts nach. Zudem sorgt das Festschrauben mittels Madenschraube für eine hervorragende mechanische Stabilität und hält die Übergangswiderstände konsequent niedrig. Crimpstecker erfordern in der Regel mehr Fertigungsaufwand. Bei WBT werden alle Crimpanschlüsse mit Torxschrauben betrieben, die ein spezielles Feingewinde aufweisen. Das garantiert, dass der einmal aufgebrachte Druck perfekt gehalten wird. Crimpstecker sind wiederverwendbar.